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Hier tritt aber, neben mancher wahrhaft phili⸗ ſtröſen(sit venia verbo) Anſicht, auch Vieles be⸗ deutend und erfreulich hervor. Als Chorag der Klaſſe, von welcher die zuerſt erwaͤhnte ausging, moͤge ein Mann angefuͤhrt werden, der, wie es ſcheint, ſich vorgeſetzt hat, Hoffmann der deutſchen Literatur zu erſetzen, freilich mit dem Vorbehalte, es beſſer zu machen, wie er.
Man hoͤre, wie er in einem Aufſatze: Brief des Privatſchreibers Jeremias Kaͤtzlein an den Kö⸗ nigl. Preußiſchen Kammergerichtsrath E. T. A. Hoffmann in Oſchinniſtan, ſich erſt uͤber Hoffmann und dann uͤber ſich ſelbſt in Vergleichung mit ihm, ausſpricht::.
„Dero eigentliche Phantaſieſtuͤcke“— laͤßt er ſeinen Schreiber Kätzlein, Hoffmann anreden— „ſind meinem Beduͤnken nach die, wo der Le⸗ ſer aus der Phantaſie, das heißt, aus dem Unklaren, gar nicht herauskommt in's Deut⸗ liche, ſondern im traͤumenden Duſel unter⸗ geht, und nun zuletzt gar nicht mehr weiß, ob er lebt oder nicht, wer und wo er iſt, und was er eigentlich geleſen. Solche aͤchte und rechte Phantaſieſtuͤcke ſind Ew. Wohlgeboren Maͤhrchen, der goldne Topf, Brambilla, Mei⸗ ſter Floh, aus welchem ich, Jeremias Kaͤtzlein— freilich etwas bornirten Ingenii,— noch nicht recht klug werden kann, trotz emſig wiederhol⸗
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