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entſteht endlich ein ſo lebhaftes Doppelgeſpräch, daß keine Pauſe von zwei Augenblicken dazwiſchen tritt.— Was wir geſprochen, wer möchte, wer könnte es zu Papier bringen; aber ewig unver⸗
geßlich wird mir es ſeyn! Zwei Seelen ſchloſſen
ſich auf, und erkannten ſich in der ewigen unendli⸗ chen Verwandtſchaft!— Vier Stunden ſchwanden uns unbewußt dahin, tiefe Sternenhelle, kalte Herbſtnacht war es geworden; aus den lieblichen blühenden Regionen der Phantaſie waren wir nach und nach auf das Gemeine, Beengende, oft Erbärm⸗ liche des wirklichen Lebens gekommen, beſonders des Standes, worin ich lebte, und leider noch lebe.— Gleichſam Hülfe ſuchend, um dem Peſtdunſte zu eutgehen, ſahen wir zugleich zu dem unendlichen geſtirnten Raum hinauf— feucht waren unſrer beider Augen, wir ſahen uns wehmüthig an, die Thränen ſtürzten jetzt; unwillkürlich ſanken wir
uns in die Arme; hörbar klopften die Herzen an einander,— und als wir uns ermannten, ſtreckte
jeder die Arme wie von ſelbſt gehoben, hin in den
unendlichen Raum„Wiederſehen“ erſcholl zugleich
von unſrer beider Lippen, feierlich, wie vom Him⸗ mel kommend; eine Rechte faßte die andere krampf⸗ haft, und wir ſtürzten fort, jeder ſeinen Weg ein⸗
ſam nach Hauſe, aber mit voller unendlich gehobe⸗
ner Bruſt.— Eine religiöſere Stunde habe ich in meinem Leben nicht gehabt, und Hoffmann ſollte


