146 worin er ſagt:„Es iſt ein großer Gewinn für die Sache, wenn Dichter und Zeichner ſich beſpre⸗ chen, und einander recht in die Hand arbeiten kön⸗ nen. Zudem weicht Kolbe auch zum großen Vor⸗ theil, ganz ab von der, in der That fabrikmäßigen Manier der gewöhnlichen Taſchenbuchzeichner, von denen mir vorzüglich Ramberg mit ſeinen ewig wie⸗ derkehrenden, nichts bedeutenden Formen(2) und Geſichtern(vorzüglich ſind immer die Maͤdchen mit den prallen Wädchen höchſt ſchalkiſch) ein wahrer Greuel iſt.« Und nun hat er gleich am Rande mit der Feder ein ſolches(naivkokettes) Ge⸗ ſicht hingezeichnet, das ſo außerordentlich 1 ſprechend iſt, als hätte es der getadelte Meiſter ſelbſt auf das Papier geworfen. Ein Muſiker und ein Dichter, und nun noch ein ſolcher Zeichner da⸗ . zu! Ich habe ſein vielſeitiges Talent nicht genug bewundern können. So reich hatte der Himmel einen einzigen Menſchen begabt!— Im December 1820 machte ich in Berlin ſeine perſönliche Be⸗ kanntſchaft. Ich fand ihn im Aeußern nicht ſo ab⸗ ſchreckend, als manche ihn mir geſchildert hatten. Seine kleine, bewegliche Figur mit dem haſtigen, kurzen Sprechen, mit den immer lebhafter werden⸗ den Augen und beſonders mit den kleinen Verxtie⸗ fungen über den Augenliedern ſtellte ihn mir, nach⸗ dem ich alle proſaiſchen Vergleichungen entfernt hatte, als ein Zaubermännchen, oder ſtark ausge
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