Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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rungen mehr ins Kurze gezogen werden koͤnnen, (wie z. B. die neunte Scene) die in der That fuͤr den Componiſten eine ſchwere Aufgabe ſind, und ihn in Verlegenheit bringen koͤnnen, da er eine einzige Grundfarbe mit faſt gar keiner Mo⸗ difikation ſo lange halten ſoll, daß am Ende er ſelbſt, wie der Hoͤrer, ermüden muß. Der Tanz in einem heiligen, durchaus ernſt gehaltenen Ge⸗ dicht, will mir nicht recht gefallen. Leſen moͤgen wir's eher. Sollen wir es ſehn(und darauf ſcheint es der Dichter doch berechnet zu haben), ſo wuͤrde es uns ſtoͤren. Es vernichtet die vorige Stim⸗ mung, in die wir doch wieder eingehn ſollen. Die Frivolitaͤt der fuͤnf Thoͤrigen ließe ſich vielleicht wohl minder ſtoͤrend ausdruͤcken, zumal im reinen Oratorium. Unbedeutende Kleinigkeiten im Vers⸗ bau laſſen ſich leicht verbeſſern.

Ich wiederhole es nochmals, Sie haben mir durch Mittheilung dieſes Werks eine wahre Freude gemacht. Den Dank werde ich Ihnen, ſobald Sie mich wieder beſuchen, muͤndlich abſtatten.

Freundſchaftlichſt Ihr

E. T. A. Hoffmann.