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monie in Geſängen prieſen, erfreute,— wird es jetzt von der die Sinne weit mehr ergreifenden
Muſik in Beſchlag genommen. Jede wehmüthige,
ernſte, jede frohe Stimmung wird am Klaviere weggeklimpert, während ſie, ohne dieſen Nothhelf, vielleicht zur ernſten Beſchauung oder zur freudi⸗ gen Ergießung in ein wahres Gedicht, welches
dem Dichtenden in ſpätere Zeit noch zur Geſchichte
ſeines Geiſtes gedient hätte, würde veranlaßt ha⸗ ben. Das flüchtige Fantaſiren auf dem Inſtru⸗ mente verhallt ohne andere Wirkung, als daß der Spielende die Zeit, in welcher die Stimmung ihn übermannte, glücklich vorübergebracht hat, und nun ganz wie vorher daſtehet. Dieſe verfehlte Bil⸗ dung, oder dies Vertreiben aller tiefern Bildung, ſcheint um ſo mehr, und beſonders in den höhern Zirkeln, Eingang gefunden haben, da man, nach⸗ dem die ideale Bildung aus der Mode gekommen iſt, ſich noch nicht recht entſchließen kann zur
Betrachtung der gemeinen Dinge, wie ſie ſind,
herabzuſteigen, auch die Muſik, wie man ſie be⸗ treibt, eine Kunſt iſt, welche ſich gelegenheitlich, ohne viel Studium darauf zu verwenden, und dabei doch recht hörbar treiben läßt. Hoffmann's Herzens⸗ ergüſſe gaben nur neuen Stoff zur Kunſtunterhal⸗ tung in den Theezirkeln, und da man, ſtatt zur poetiſchen Anſchauung zurückzukehren, es vorzog, lieber das Tändeln mit der Muſik, hohe Begeiſte⸗


