53 Exiſtenz der ganzen Umwelt anerkennen, ſo müſſen ſie, auch unter allen ſcheinbar geiſttödtenden Be⸗ ſchäftigungen, zu einer gewiſſen Ehrfurcht gegen dieſelbe kommen, aus der Ehrfurcht wird aber Bewunderung und Liebe und aus ihnen Poeſie. Nur der Egoismus,— ſey es unter welcher ſeiner tauſend Geſtalten er erſcheine,— ſchließt die Poe⸗ ſie aus.— Was Anders iſt aber endlich der Inbe⸗ griff der Poeſie, was namentlich der aller roman⸗ tiſchen Poeſte, als die Vertreibung der Gleichgül⸗ tigkeit und des Egoismns aus dem Leben und die Erweckung der ſcheinbar todten Natur? In der Ro⸗ mantik ſprechen die Bäume und die Quellen und die Vögel in den Lüften, und des Dichters Beſtre⸗ ben iſt, in ihren verſchiedenen Geſängen die Har⸗ monie des großen Lobgeſanges auf den Schöpfer aufzufinden.
Unſerer Zeit und unſerm Volke wird, beſonders von Ausländern, die wieder erwachte Vorliebe für alles Romantiſche zugeſchrieben. Dennoch bedarf es von allen Seiten der Aufregung zu einer liebevollen Auffaſſung der Natur und ihrer Wunder. Die kurz vergangene idealiſche Periode ſpuckt noch allzuſehr hervor. Der Hochmuth läßt ſich in mancherlei Ge⸗ ſtalten immerfort blicken. Es iſt immer nur noch Herablaſſung, wenn ein Idealiſt ſich bückt, um auf die Stimmen zu hören, welche ihm von den niedrigen Gegenſtänden Vndeſliten werden. Daher iſt Hoff⸗
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