Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

70

ließ ſich, indem ſie die feiſten Arme bald uͤberein⸗ anderſchlug, bald, wie es der aͤußere rhetoriſche Ausdruck der Rede zu erfordern ſchien, in die Sei⸗ ten ſtemmte, mit drei Colleginnen der unbeſchreib⸗ lichen Freude des Geſpraͤchs, und ihre Rede war, der Bibel entgegen, gewiß viel mehr, als ja, ja, und nein, nein. Sieh nur, welch einen herr⸗ lichen Blumenflor ſich der holde Engel ausge⸗ waͤhlt hat, und von einem ruͤſtigen Burſchen nach⸗ tragen laͤßt. Wie? Nein, das will mir nicht ganz gefallen, daß ſie im Wandeln Kirſchen aus dem kleinen Koͤrbchen naſcht; wie wird das feine Bat⸗ tiſttuch, das wahrſcheinlich darin befindlich, ſich mit dem Obſt befreunden?

Der Vetter. Der iugendliche Appetit des Augenblicks fraͤgt nicht nach Kirſchflecken, fuͤr die es Kleeſalz und andere probate Hausmittel gibt. Und das iſt eben die wahrhaft kindliche Unbefan⸗ genheit, daß die Kleine nun von den Drangſalen des boͤſen Markts, ſich in wiedererlangter Freiheit ganz gehen laͤßt.

Der Vetter(das Geſpraͤch fortſetzend). Doch ſchon lange iſt mir jener Mann aufgefallen, und ein unaufloͤsbares Raͤthſel geblieben, der eben jetzt dort an der zweiten entfernten Pumpe an dem Wagen ſteht, auf dem ein Bauerweib aus einem großen Faß, um ein Billiges, Pflaumenmuß ver⸗ ſpendet. Fürs Erſte, lieber Vetter, bewundere die