ſäße.“ Zu meinem nicht geringen Erſtaunen er⸗ zaͤhlte mir das Mädchen den Inhalt des kleinen Märchens ganz klar und deutlich, ſo daß ich wohl einſah, wie ſie es ſchon mehrmals geleſen haben mußte; ſie wiederholte, es ſey ein gar ſchnackiſches Buch, ſie habe bald herzlich lachen müſſen, bald ſey ihr ganz weinerlich zu Muthe geworden; ſie gab mir den Rath, falls ich das Buch noch nicht gele⸗ ſen haben ſollte, es mir Nachmittags von Herrn Kralowski zu holen, denn ſie wechſele eben Nachmittags Bücher.— Nun ſollte der große Schlag geſchehen. Mit niedergeſchlagenen Augen, mit einer Stimme, die an Süßigkeit dem Honig von Hybla zu vergleichen, mit dem ſeligen Laͤcheln des wonnerfüllten Autors, lispelte ich:„hier, mein ſüßer Engel, hier ſteht der Autor des Buchs, wel⸗ ches Sie mit ſolchem Vergnügen erfüllt hat, vor Ihnen in leibhafter Perſon.“ Das Mädchen ſtarrte mich ſprachlos an, mit großen Augen und offenem Munde. Das galt mir für den Ausdruck der höch⸗ ſten Verwunderung, ja eines freudigen Schrecks, daß das ſublime Genie, deſſen ſchaffende Kraft ſolch ein Werk erzeugt, ſo plötzlich bei den Geranien erſchienen. Vielleicht, dachte ich, als des Mädchens Miene unverändert blieb, vielleicht glaubt ſie auch gar nicht an den glücklichen Zufall, der den berühm⸗ ten Verſaſſer des**n in ihre Nähe bringt. Ich ſuchte nun ihr auf alle mögliche Weiſe meine Identität
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