Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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Vergnügen, daß das Eckfenſter dem Vetter gewähre, und äußerte ihm dieſes ganz unverholen.

Der Vetter ſchlug aber die Hände über dem Kopf zuſammen, und es entſpann ſich zwiſchen uns folgendes Geſpräch.

Der Vetter. Vetter, Vetter! nun ſehe ich wohl, daß auch nicht das kleinſte Fünkchen von Schriftſtellertalent in dir glüht. Das erſte Erfor⸗ derniß fehlt dir dazu, um jemals in die Fußſta⸗ pfen deines würdigen lahmen Vetters zu treten; nämlich ein Auge, welches wirklich ſchaut. Jener Markt bietet dir nichts dar, als den Anblick eines ſcheckigten ſinnverwirrenden Gewühls des, in bedeu⸗ tungsloſer Thätigkeit bewegten Volks. Hoho, mein Freund! mir entwickelt ſich daraus die mannich⸗ fachſte Scenerie des bürgerlichen Lebens, und mein Geiſt, ein wackerer Callot oder moderner Chodo⸗ wiecki, entwirft eine Skizze nach der andern, de⸗ ren Umriſſe oft keck genug ſind. Auf, Vetter! ich will ſehen, ob ich dir nicht wenigſtens die Primi⸗ tien der Kunſt zu ſchauen beibringen kann. Sieh einmal gerade vor dich herab in die Straße; hier haſt du mein Glas, bemerkſt du wohl die, etwas fremdartig gekleidete Perſon, mit dem großen Markt⸗ korbe am Arm, die, mit einem Bürſtenbinder in tiefem Geſpräche begriffen, ganz geſchwinde andere Domeſtica abzumachen ſcheint, als die des Leibes Nahrung betreffen?

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