Teil eines Werkes 
5. Bdchen (1831)
Entstehung
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46 Hoffmanns Teſtament. Wir, nehmlich ich, der Kammergerichts⸗Rath Ernſt Theodor Wilhelm Hoffmann, und ich, Maria

Tekla Michaeline geborne Rohrer, haben nun be⸗ reits, ſeit zwanzig Jahren, in einer fortdauernd

glücklichen wahrhaft zufriedenen, Ehe gelebt. Gott

hat uns keine Kinder am Leben erhalten, aber ſonſt uns manche Freude geſchenkt, doch uns auch mit ſehr ſchweren harten Leiden geprüft, die wir mit ſtandhaftem Muth ertragen haben. Einer iſt im⸗ mer des andern Stütze geweſen, wie das denn Ehe⸗ leute ſind, die ſich, ſo wie wir, recht aus den treu⸗ ſten Herzen lieben und ehren.

Sollte es nun Gott gefallen, unſer'n Bund zu trennen, und Einen oder den Andern, aus dieſer Zeitlichkeit abzurufen, ſo verordnen wir hiemit, letzt⸗ willig und wechſelſeitig, daß dem überlebenden Ehe⸗ gatten der Nachlaß des Verſtorbenen, nicht das Min⸗ deſte davon ausgenommen, als vollkommen freies, uneingeſchränktes Eigenthum, worüber er nach Will⸗ kühr verfügen kann, ohne jemanden darüber Red' und Antwort zu geben, erblich zufallen ſoll.

Ich, der Ehegatte, habe dieſe wechſelſeitige letzte Verfügung ſelbſt geſchrieben, ich, die Ehegattin, dieſelbe mehrmals durchgeleſen, beide bekräftigen und vollziehen wir aber dieſen unſern ausgeſproche⸗ nen letzten Willen, durch unſere eigenhändige Ra⸗