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bundene Handlung dem Kaufmann P... zu über⸗ laſſen, deſſen Gehülfe er wurde. So geſchah es, daß P... mit den S.. ſchen Eheleuten in einem Hauſe zuſammen lebte, und gewöhnlich Nachmittags mit ihnen Kaffe trank, zu welchem Zweck er denn auch am 12ten December v. J. Nachmittags halb vier Uhr in ihre Wohnſtube kam. Er fand den Kaffetiſch bereitet, die S... ſchenkte ein, und der S.. ſaß, den Kopf in die Hand geſtützt, in nachden⸗ kender Stellung am Fenſter. P...., nachdem er zwei Taſſen Kaffe getrunken, ging in die Billard⸗ ſtube, um ſeine Tabackspfeife zu holen, und die S.. begab ſich nach der Küche, um Waſſer zum Aufgießen zu beſorgen. Als P.. zurückkam, war die S.. auch wieder da und trank eben aus der Untertaſſe Kaffee. Bei dem zweiten Schluck, den ſie nehmen wollte, klagte ſie aber, daß der Kaffe ihr den Mund zuſammenziehe, und ſpuckte ihn mit ängſt⸗ lichen Gebehrden wieder aus. Sie empfand Uebel⸗ keiten, ſo wie Schmerzen in der Bruſt, und trank, Verdacht ſchöpfend, daß ſie etwas Schädliches ge⸗ noſſen, Milch, um die Wirkung zu hindern. Bruſt⸗ ſchmerzen und Krämpfe fanden ſich noch den fol⸗ genden Tag ein, ließen aber bald nach, ſo daß ſie ſich den vierten Tag, ohne weitere ärztliche Hülfe, völlig wohl befand.— In dem Augenblicke, als die S... den genoſſenen Kaffe wegſpie, ſprang der S... auf, nahm ihr mit den Worten:„Liebes


