Teil eines Werkes 
3. Theil (1850)
Entstehung
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kühnen Meers, mußte mir die kleinliche Geſin⸗ nung und die Altflickerey des hochgeborenen Verfaſſers recht anſchaulich werden. Jenes Meiſterwerk zeigte mir endlich ganz wie er iſt, mit all ſeiner blühenden Welkheit, ſeinem Ueber⸗ fluß an Geiſtesmangel, ſeiner Einbildung ohne Einbildungskraft, ganz wie er iſt, forcirt ohne Force, pikirt ohne pikant zu ſein, eine trockne Waſſerſeele, ein triſter Freudenjunge. Dieſer Troubadour des Jammers, geſchwächt an Leib und Seele, verſuchte es, den gewaltigſten, phan⸗ taſiereichſten und witzigſten Dichter der jugend⸗ lichen Griechenwelt nachzuahmen! Nichts iſt wahrlich widerwärtiger als dieſe krampfhafte Ohnmacht, die ſich wie Kühnheit aufblaſen möchte, dieſe mühſam zuſammengetragenen In⸗ vektiven, denen der Schimmel des verjährten Grolls anklebt, und dieſer ſylbenſtecheriſch ängſt⸗ lich nachgeahmte Geiſtestaumel. Wie ſich von ſelbſt verſteht, zeigt ſich in des Grafen Werk