Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Als ſie jetzt noch einen Blick durch das Fenſter warf, ſah ſie, wie Bernthal ſeine Hand auf Anna's Haupt gelegt und ſie mit ſeligen Blicken anſchaute.

Marie hob ihre Hand drohend gegen ihn em⸗ por, und murmelte zähneknirſchend: Gott verdamm mich, wenn ich ihn nicht heute noch beſtrafe, dieſen elenden Heuchler! Ja, heute noch. Er ſoll nicht Zeit haben, dieſe unſchuldige Blume mit ſeinem gif⸗ tigen Athem zu verpeſten!

Einen wilden Fluch murmelnd, ließ ſie ſich leiſe an dem Baumſtamme nieder und kauerte ſich lau⸗ ſchend hinter ein Strauchwerk.

Von hier aus konnte ſie Alles beobachten, was an der Thür vorging, und als ſie jetzt wiederum zwei Geſtalten durch die breite Allee des Gartens heranſchleichen ſah, hielt ſie den Athem an und lauſchte.

Ich will verwünſcht ſein, ſagte der Eine, wenn das nicht heute Abend ein Stückchen von der ägyp⸗ tiſchen Finſterniß iſt. Ich habe mich ſchon zweimal an einen Baum geſtoßen, daß mir der Kopf brummt wie eine alte Kirchenglocke.

Ich liebe die Finſterniß, ſagte der Andere, den ſie verräth nichts.

Ich liebe ſie ganz und gar nicht, tunnt der