Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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der Beiden zn errathen. Dann aber, ermüdet von dieſer Anſtrengung, und das Autzloſe derſelben ein⸗ ſehend, hatte ſie ſich zurückgelehnt in die Zweige des Baumes, und ſtarr, wie ſie pflegte, zum Him⸗ mel empor geſehen. Indeß war eine kurze Zeit vergangen, als ſie durch ein ſeltſames und eigen⸗ thümliches Geräuſch aus ihrem Sinnen geweckt wurde.

Es war ihr, als ob ſie da drunten im Erdge⸗ ſchoß dieſes Hauſes ein leichtes Pochen und Häm⸗ mern vernähme, wie wenn ein Hammer auf einen Amboß fiele, dann wieder meinte ſie den ſchrillen und pfeifenden Ton einer Feile zu hören, und als ſie ſich jetzt lauſchend nieder neigte, ſah ſie einige dunkle Geſtalten, welche durch den Garten ſich dem Hauſe näherten und dreimal vier raſch auf einander folgende Schläge gegen dieſe Thür thaten. Sogleich verſtummte das Geräuſch innerhalb des Hauſes, und eine Männerſtimme rief: Woher kommt Ihr?

Von Raſtatt! war die Antwort der Männer.

Sogleich öffnete ſich die Pforte und die Geſtal⸗ ten verſchwanden in derſelben.

Hier geht etwas vor, das ich wiſſen muß, flü⸗ ſterte Marie, vielleicht liefert ihn ſein böſer noch heute in meine Hand.

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