Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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lächelnd auf Dich deutete und zu mir ſagte: Anna, ſieh, das iſt Dein Vater, welcher kommt, Dich heim⸗ zuholen, weißt Du es noch, wie ich da aufjauchzte, und wie ich auf meine Knie ſank und betete? Die gute Aebtiſſin meinte, daß ich zu Gott betete, aber ſie irrte ſich, ich betete zu Dir, zu meinem Vater!

Und indem ſie ſo ſprach, ſchlang ſie beide Arme feſt um Bernthals Nacken und lehnte ihr liebliches Köpſfchen an ſeine Schulter.

Er ſaß da, ohne ſich zu regen. Er hörte ihr noch immer zu, obwohl ſie nicht mehr ſprach, ſeine Augen glänzten wie in einer Verklärung.

Sie richtete ihr Angeſicht wieder empor und ſtrich das Haar von ſeiner Stirne fort und küßte ſie und fuhr ihm ſchelmiſch lächelnd mit dem zarten, roſigen Finger über die Augen und wühlte tändelnd in ſeinem dunkeln glänzenden Haar.

Sie hatte wohl Recht gehabt, zu ſagen, ſie lebe wie in einem Zauberring, nur daß nicht Bernthals Liebe, ſondern ihre eigene Unſchuld und Lieblichkeit dieſer Zauberring war, in den ſie jetzt Bernthal her⸗ ein gezogen hatte.

Indem Bernthal ſo neben dem jungen Mäd⸗ chen ſaß und ihren Worten lauſchte, hatte er ein Geſicht, als ſei er plötzlich dieſer Welt entrückt, es