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den flammenden Sternen, und leiſe flüſterten ihre Lippen: Wann werde ich denn Ruhe finden? wann endlich werde ich ſterben?
So nahe bei einander liegt Kummer und Glück, und dicht neben der, welche in thränenloſem Jammer hinaufſtarrt zum Himmel, flüſtern zwei ſelige Men⸗ ſchen von ihrem Glück und danken Gott für ein freudenvolles Wiederſehen!
Und doch waren es erſt wenige Tage, daß ſie ſich nicht geſehen. Aber das junge Mädchen hatte nicht die Tage, ſondern die Stunden gezählt, welche er fern von ihr geweſen, und ſie klagte jetzt zu ihm über dieſe ewig langen, nimmer endenden Stunden.
Bernthal hörte ihr zu, wie in einer ſeligen Be⸗ rauſchung. Ihre Stimme klang ihm wie Muſik, wie reine Harmonie, und er lauſchte ihr mit einer faſt andächtigen Seele.
Er, welcher überall nur Verderbniß und Schande ſah, welcher überall mißtraute, überall zweifelte, er ſtand vor dieſem Mädchen mit einem gläubigen, ſe⸗ ligen Vertrauen, mit einem andachtsvollen Herzen.
Sie ſagte ihm, daß ſie ihn grenzenlos liebe, und er wußte, daß ſie die Wahrheit ſprach.
Doch ſagte er mit einem ſchwermuthsvollen Lächeln: Du ſagſt, daß Du mich ewig lieben wirſt,


