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der vornehmen erwachſenen Kinder. In einem gol⸗ denen großen Käfig ſaß ein weißbefiederter Kakadu, in der Mitte eines mit den auserleſenſten blühenden Topfgewächſen geſchmückten Tiſches.
Aber ſchöner als dieſes Alles, ſchöner als die koſtbarſte dieſer Blüthen war dieſes junge Mädchen, welches dort auf dem ſeidenen Divan ſaß, und eifrig zu leſen ſchien. Es war eine zarte Sylphengeſtalt, das Antlitz faſt noch das eines Kindes, ſo jugend⸗ lich zart, ſo unſchuldig und rein. Indeß ſah man doch, daß dieſe hohe, reine Stirn ſchon Gedanken hegte, daß dieſer reizende kleine Mund auch ernſt ſein könne. Ihre Wangen, von einer durchſichtigen Zartheit, waren überhaucht von jenem ſanften, ro⸗ ſigen Schmelz, wie wir es an den Seemuſcheln be⸗ wundern; ihr blondes Haar, über der Stirn getheilt, ſchloß ſich ſchlicht und glänzend um ihre Stirn und war dann am Hinterkopf in einem griechiſchen Kno⸗ ten zuſammen geſchlungen. Ein einfaches weißes Gewand umhüllte ihre Glieder, die Arme und Schultern bedeckend und am Halſe geziert mit einer einfachen Roſaſchleife. Zuweilen ließ ſie das Buch ſinken und blickte mit ihren dunkeln blauen Augen ſinnend und träumeriſch empor. Plötzlich öffnete
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