Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Und nachdem ſie in fieberhafter Haſt, mit fliegen⸗ dem Athem und zitternden Gliedern ſo geſprochen, ſank ſie mit einem dumpfen Aechzen in ſich zuſammen, und wand ſich am Boden mit ihren krampfhaft zuſam⸗ mengeballten Händen, ihre Bruſt zerſchlagend und ihr Haar zerraufend und wilde Schmerzensſchreie aus⸗ ſtoßend.

Lurinde, ſelber bebend und ſchreckensbleich, längſt bereuend hierher gekommen zu ſein, fühlte ſich den⸗ noch von unwiderſtehlichem Mitleid zu dieſem Mäd⸗ chen hingezogen, das bei aller Verworfenheit und Verlorenheit ihr dennoch Züge von Größe und Edel⸗ muth verrathen hatte.

Die Alte kauerte an der Erde neben ihrer Tochter, laut ſchluchzend und wehklagend, ſie bald ein undankberes Kind nennend, bald wieder ſie anru⸗ fend mit den zärtlichſten Namen und Betheuerungen.

Plötzlich ward Marie ſtill, das Zucken ihrer Glieder ließ nach, und ſie lag einen Moment wie in ſanftem Schlummer mit geſchloſſenen Augen da.

Die Alte hob ſie mit einer Kraft empor, als ob ſie ein Kind in ihren Armen halte, und ließ 3 ſanft auf einem der Stühle nieder.

Jetzt iſt 6 wieder gut, Wel ſie, 6