Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Er wird es thun, und weil er es nicht freiwil⸗ lig thut, werden wir ihn dazu zwingen. Wir wer⸗ den ihn martern und quälen, bis er in der Angſt ſeines Herzens uns Alles gewährt. Ach, ich danke Euch, Ihr habt mir einen Weg gezeigt, wie ich ihn ſtrafen kann. Es wäre nicht genug geweſen, ihn zu tödten, er muß auch leiden und Qualen erdulden, bevor er ſtirbt. Und doch wird er niemals ſo viel leiden, als ich gelitten habe.

Sie ſchwieg wieder und ſtarrte wieder vor ſich hin, während jetzt auf ihren bleichen Wangen zwei Purpurroſen, die unheimlichen Blumen eines frühen Grabes, aufblühten.

Und haſt Du denn ſo viel gelitten, armes Kind? fragte Lucinde.

Sie fragen, ob ſie gelitten hat, kreiſchte die Alte. Sehen ſie doch ihre bleichen Wangen an und ihre abgemagerte Geſtalt. Oh, Sie hätten ſie ſehen ſollen vor drei Jahren, wie ihre Wangen glühten und ihre Augen funkelten und wie voll und rund ihre prächtigen Glieder waren. Oh damals hätten Sie ſie ſehen müſſen, als ſie mit ihrem Liebſten, dem ſchmucken Tiſchler Karl, des Sonntags Arm in Arm—

Mutter! ſchrie Marie, indem ſie, einer Furie