Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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Nein, ſagte ſie ſanft, er hat mich weder ver⸗ laſſen, noch mich unglücklich gemacht, aber ich haſſe ihn dennoch, weil ich das Böſe haſſe, und weil ich weiß, daß er ſo viele meiner unglücklichen Mit⸗ ſchweſtern in Elend und Schande geführt hat.

Elend und Schande komme über ihn! murmelte Marie.

Er iſt ein Teufel, kreiſchte die Alte, ein Unge⸗ heuer, welches mein ſchönes, unſchuldiges Kind ver⸗ dorben hat. Ach, ſie war ſo gut und ſo ſchön, ſie war wie ein Engel ſo ſanft und ſo unſchuldig, und alle Engel im Himmel hatten ihre Freude daran, wenn meine Marie Sonntags mit ihrem Geſangbuch unterm Arm in die Kirche ging.

Aur Du nicht, Mutter, ſagte Marie, Du ſchlugſt mich oft, weil ich es that. Aber ſchweig jetzt, und laß mich mit dieſer Frau reden. Hören Sie und geben wohl Acht, was ich Ihnen ſage.

Wenn dieſer Mann, den wir Beide meinen, Sie nicht ſo tief gekränkt und verletzt hat, daß Sie lieber unter tauſend Martern und Qualen ſterben wollen, als ihm zu vergeben wenn Sie ihn nicht ſo tief haſſen, daß Sie Ihr Blut tropfenweiſe hin⸗ geben möchten, um ihm damit Unglück und

Jammer zu erkgufen; wenn Sie nicht, wie ich, 3