Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
Entstehung
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feld rauſcht wie Meereswogen vom Morgenwind bewegt wer will ſagen, daß es ein menſchlicher Arm iſt, und nicht der Wind, welcher hier und da die Wogen zertheilt und auf einen Moment eine ſchmale Gaſſe durch das Kornfeld zieht, welches ſchnell wieder in einander rauſcht, als wollte es großmüthig und milde die Spur der Flüchtenden verhüllen, und dieſe lange Blutſpur nicht zeigen, welche auf der Erde ſich hinzieht.

Immer neue Patrouillen jagten aus der Feſtung hervor, den Entflohenen nach. Aber ſelbſt der Him⸗ mel ſchien Erbarmen mit ihnen zu haben, ein furcht⸗ bares Unwetter zog heran und ein wolkenbruchartiger Regen trieb die Blutlache hinunter in das Waſſer des Grabens und verwiſchte die Spuren am Rande

des Kornfeldes.

Der Tag verging, die ausgeſandten Patrouillen zogen heim nach Raſtatt. Die Flüchtlinge waren nicht endeckt worden.

Als die Sonne wieder untergegangen, ſah man hier und da eine menſchliche Geſtalt aus dem Korn⸗ feld ſich emporheben, ſie ſchlugen alle dieſelbe Rich⸗ tung ein, nach der Eiche, welche inmitten des Ackers vereinzelt und einſam daſtand und welche Major