ſeiner Unglücksgenoſſen an der Seite ſeiner vier Freunde hinbringen zu können, und weshalb hätte man es ihm verſagen ſollen, ſeine letzten Stunden im Dunkel dieſes ſchweigenden, öden Schlafſaales, den Schildwachen mit geladenem Gewehr betuchien zuzubringen?
Wie geſagt, Oede und Stille herrſchte in dem Schlafſaal der Gefangenen. Von Außen hörte man den regelmäßigen Schritt der auf und nieder wan⸗ delnden Schildwachen, ſonſt war Alles ſtill. Aur in dem Winkel, in welchem der Verurtheilte, der Major v. Bernthal mit ſeinen vier Freunden lag, hätte ein aufmerkſames Ohr dann und wann ein leiſes Rauſchen und Raſcheln vernehmen können und ſchnelles verſtohlenes Flüſtern.
Draußen ſchlug die Uhr eben die erſte Stunde nach Mitternacht. Man hörte den taktmäßigen Schritt und das laute Anrufen der ablöſenden Pa⸗ trouillen, dann ward wieder Alles ſtill.
Ein Uhr, flüſterte der Major von Bernthal. Seid ihr Alle bereit?
Bereit und gewaffnet, flüſterten die r vier Stim⸗ men ſeiner Freunde.
Eure Strohſäcke ſind zerſchnitten und zu 2 zuſammen geknotet!


