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glücklich zu machen, das ſoll mein einziger Ehrgeiz ſein! Ich habe keinen andern! Ich würde das be⸗ klagenswertheſte Geſchöpf der Erde ſein, wenn ich mein Haupt mit einer Königskrone belaſten müßte, und ich werde das glückſeligſte Weib ſein, wenn man mir geſtattet, in beſcheidener Stille und zufriede⸗ ner Ruhe mit meinem Adrian zu leben.
Wie aber, Hoheit, wenn man es Ihnen nicht geſtattet? Wenn der Wille Ihrer fürſtlichen Mutter unbeugſam iſt?
Ich werde ihn beugen, Erneſta, denn auch ich habe einen Willen. Den Willen, glücklich zu ſein, und meinen Antheil zu fordern an der Freude des Daſeins. Will meine Mutter Adrian nicht ihren Sohn nennen, wohlan, ſo verſtößt ſie damit auch mich, und er wird dann nicht nur mein Geliebter, er wird auch mein Bruder, mein Vater, meine ganze Familie ſein, und an ſeine Bruſt werde ich mich le⸗ gen, alles Andere vergeſſend, nichts beklagend, nichts wünſchend außer ſeiner Liebe.
Sie war von einer wunderbaren Schönheit, als ſie ſo ſprach. Ihre Augen flammten, ihr Geſicht ſtrahlte von Entſchloſſenheit und Energie; die Be⸗ geiſterung einer edlen Seele leuchtete von ihrer kla⸗ ren Stirn.


