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Ja, in Palermo, dem Lande des Sonnenſcheins und der Schönheit! ſagte die Fürſtin. O, ich er⸗ innere mich ſehr gerne dieſer Tage, in denen es uns vergönnt war, einmal der fürſtlichen Etiquette ent⸗
kleidet, ganz ohne Zwang uns den Genüſſen dieſes
entzückenden Naturlebens hinzugeben. Wir verweil⸗ ten dort mehrere Monate unter dem Namen einer Freifrau und Freifräulein von Senden, und es war uns gelungen, unſer Inkognito ſo gut feſtzuhalten, daß Niemand uns für etwas Anderes hielt, als was wir ſcheinen wollten, die Baronin von Senden mit ihrer Tochter. Aicht wahr, Luiſe, es waren herrliche Monate?
Gewiß! ſagte die Prinzeſſin, deren Geſicht jetzt bleich und farblos geworden.
Ich entſinne mich noch mit Entzücken einer Waſſerfahrt, die wir einſt in dem Golf von Pa⸗ lermo machten! Es war eine bezaubernde Vacht, der Mond ſtand wie eine goldene Weiſſagung des Glücks am Himmel, die Tatur lag im andächtigen Schwei⸗ gen wie im Gebete da. Vor uns her in einer Barke ſuhren die berühmteſten der Volksſänger von Pa⸗ lermo, welche wir gemiethet hatten, um uns den Reiz dieſer köſtlichen Nacht durch ihre Geſänge und Improviſationen zu erhöhen. Plötzlich, mitten im


