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rend die Prinzeſſin in ſeltener Zuvorkommenheit ein kleines Tambouret nahm, um es unter die Füße ihrer Mutter zu ſchieben. Sie knieete halb nieder neben der Fürſtin, anſcheinend nur, um der Fürſten mit dem Tabouret dienſtbar zu ſein, aber jede Muskel ihres Angeſichtes bebte, und mit zitternder Stiume flehte ſie um Erbarmen, um Gnade.
Die Fürſtin ſagte ein kurzes und entſchloſſenes Nein!
Der Prinz ſtand ſchon in der Thür des Bou⸗ doirs. Die Prinzeſſin neigte ſich an das Ohr ihrer Mutter und flüſterte: Hören Sie! Wenn Sie ihm Alles ſagen, ſo tödte ich mich vor Ihren Augen! Das ſchwöre ich!
Sein Sie uns willkommen, mein Prinz! ſagt die Fürſtin, indem ſie ihre Tochter mit feſter Hand neben ſich auf den Divan niederdrückte. 4
Luiſe ſtieß einen tiefen Seufzer aus, und lehntt ſich zurück in die Polſter. Aber als ihr Auge den Blicken dds Prinzen begegnete, übergoß eine dunkle Röthe ihre Wangen, und ein Lächeln ſtand auf ihren Lippen. Die Liebe begrüfte ſie mit einem ihrer ſon⸗ nigen Strahlen, und ſie fühlte daran ihr Herz er⸗ wärmt und geſtärkt zu freudigem Hoffen. Es iſt nicht möglich, daß eine Mutter ſo grau⸗


