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dieſe Weigerung machte ihr Herz pochen vor Zorn und Stolz, und gab ihr ein Gefühl des Haſſes gegen ihre Tochter.
Als dieſe jetzt ſchwieg und ihr Haupt erſchöpft an die Lehne des Seſſels zurücklegte, näherte ſich ihr die Fürſtin, und legte auf Luiſens Schulter ihre Hand, deren Eiſeskälte die Prinzeſſin erbeben machte. Dann ſprach ſie; jedes Wort fiel langſam und kalt, wie ein eiſiger Waſſertropfen, von ihren Lippen auf Luiſens Herz, daß es erſtarrte vor Kummer und Leid.
Ich habe Sie zu Ende gehört, ſagte die Für⸗ ſtin, und erkläre Ihnen, daß Ihr ausgezeichnetes Rednertalent, ſo wie Ihre religiöſe Begeiſterung meine Bewunderung erregt haben! Sie haben mir dieſelbe Emotion erregt, wie etwa ein Seiltänzer, den ich in ſchwindelnder Höhe ſich bewegen ſehe, jeden Augenblick in Gefahr herunterzufallen, ſich die Glie⸗ der zu zerſchmettern, und ſich doch immer auf dem Seile erhaltend, vermöge ſeiner Balancirſtange. Es war ein ganz ergötzlicher Anblick, und ich danke Ihnen dafür! Nun aber, während Sie ausruhen von Ihren halsbrecheriſchen Künſten, vernehmen Sie auch mein letztes Wort! Sie nehmen die Krone an, welche eines Königs Hand Ihnen bietet, und ich
verpflichte mich, en den Prinzen Adrian als 3*


