Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Puppe in den Händen der Konvenienz, der Diplo⸗

matie und der Dynaſtie ſein, ich will frei ſein und ſelbſtſtändig! Dies iſt mein letztes Wort! Ihr könnt mich tödten, Ihr könnt mich wahnſinnig machen, aber dieſen meinen feſten, meinen unerſchütterlichen Willen, den könnt und ſollt Ihr nicht zu brechen vermögen!

Sie hatte mit fliegendem Athem, mit lebhaft gerötheten Wangen geſprochen. Ein edles Feuer blitzte aus ihren Augen, und ſelbſt ein Lächeln um⸗ ſpielte ihre Lippen. Sie ſchwieg jetzt, aber ihre Seele ſprach noch, und leuchtete noch aus ihrem be⸗ geiſterten Angeſicht, und ihre Augen waren aufwärts gerichtet, wie im ſeligen Schauen.

Die Fürſtin hatte ihr mit kalter Ruhe, mit einem ſarkaſtiſchen Lächeln zugehört; keine Muskel ihres Angeſichtes hatte gezuckt, keine Fiber ihres Herzens ſich bewegt! Sie auch, wie ihre Tochter, hatte einen Willen, den ſie durchſetzen wollte, und der Widerſtand des Einen kräſtigte die Härte des Andern! Sie hatte in den Worten ihrer Tochter nichts weiter vernommen, als die Weigerung:„ich mache Dich, Fürſtin Amalie, nicht zur Mutter einer Königin! Du mußt Dir genügen laſſen an dem kleinen Lande Deines Sohnes! Du wirſt einen

König nicht Deinen Sohn gen können!“ Und

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