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wünſchte Dich zu überraſchen, um zu ſehen, mit wel⸗ chen Schwärmereien Du die Stunden Deiner Ein⸗ ſamkeit ausfüllſt! Verliebte ſchwärmen bekanntlich immer, und wie ich ſehe, genügt es meiner Prin⸗ zeſſin Tochter nicht, nur mit ihren Gedanken zu ſchwärmen, ſondern ſie thut es ſogar mit dem Pin⸗ ſel in der Hand, und macht aus ihren unſchuldigen Mädchenträumen allerliebſte kleine Bilderchen! Und darf man fragen, was dieſes Bild hier bedeuten ſoll, und wozu es beſtimmt iſt?
Es iſt die Skizze zu einem größeren Gemälde, welches ich unternehmen will, ſagte die Prinzeſſin ruhig, und es bedeutet, wie ich Ew. Hoheit ſchon bemerkte, den Sieg des Edlen über das Unedle, des Engels über den Dämon.
Ich ſehe! Der Erzengel Michael, der den Dämon unter ſeine Füße tritt!— Sie werden dieſes Bild nicht malen, Prinzeſſin Luiſe!
Und weshalb nicht meine gnädigſte Mutter?
Weil ich nicht will, daß ſie ſich abermals zum Geſpötte machen, und der Welt abermals von ſich zu reden geben. Dieſer Erzengel iſt ein genaues Bild des Prinzen Adrian!
Sie haben ihn alſo erkannt? rief die Prinzeſſin.


