Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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Mitgefühls hin zu der Trauernden, und leiſe ihren Arm um Efſie's Nacken legend, zog ſie ſie an ihre Bruſt und flüſterte: armes, theures Kind!

Ja wohl bin ich arm und beklagenswerth! hauchte Effie leiſe und ruhte einen Moment, wie erſchöpft, an Ellinors Buſen. Dann richtete ſie ſich auf und ſagte heftig: Ihr wundert Euch vielleicht meiner Thränen und meines Schmerzes? O ſo wißt, daß ich ihn liebe, dieſen Jüngling, ja, ich liebe ihn über alles in der Welt. Sein Bild begleitete mich in's Kloſter und war meine Stärkung und Troſt. An ihn dachte ich in meinem Wachen, in meinen Träumen, um ſeinetwillen verließ ich heimlich das Kloſter und ſcheute nicht Nacht und Einſamkeit, und trotzte aller Mühe und aller Gefahr! Der Gedanke an ihn war meine Zuverſicht, und es war mir, als hörte ich ſeine Stimme mir Muth und Troſt zuflüſtern. Ach, dies Alles iſt nun dahin, muß ich nicht weinen?

Vergebens ſuchte der Lord ſie zu beruhigen mit dem Verſprechen, ſchon andern Tags ſelbſt nach Ir⸗ land zu Efffe's Vater zu eilen und für ſie Verzei⸗ hung bei ihm zu erflehen, ihn zu vermögen in eine Verbindung mit Macdeam zu willigen und dieſen dann ſogleich zurückzurufen.

Zurückzurufen, wenn vielleicht ſchon das Meer ihn verſchlungen hat! ſagte Effie bitter.