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die Tonloſigkeit vieler Jahre mich entſchädigen und mir Gelegenheit verſchaffen, die Erfahrungen mancher kummervollen Tage anzuwenden zur That und zum Handeln! In meine Hand legt es die Fäden dieſer wunderbaren und geheimnißvollen Gewebe, die wir Schickſal nennen, und mir ſcheint es vorbehalten zu entwirren, was unauflöslich ſcheint. Und iſt nicht dies ein ſchöner Beruf und eine würdige Sendung? Wenn das Leben uns That bietet und Handlung, wenn es uns ſchauen läßt in ſeine Abgründe und Tiefen, in ſeine Höhen und Schluchten, o dann lohnt es ſich wohl, den Stürmen zu trotzen und die Nacht zu durchſchreiten, die zum Sonnentag führt, der Gegenden erhellt, die nur den Geweihten offen ſind! — Seine Gedanken nahmen eine andere Richtung, und vor dem ſchönen Frauenbilde, das ibe 1 em Divan hing, ſtehen bleibend, ſagte er in vitzehn Ton: noch immer dieſe ſchönen Augen, dies entzückende Lächeln? So überdauert denn der Schein die Wahrheit, und um dieſe Lehre zu begreifen, that ich wohl daran, Dein Bild mit mir zu nehmen, Cäcilia, und täglich neu an ihm die große Wahrheit der Vergänglichkeit zu lernen! Ja, Dein Schüler bin ich, und ich hoffe ein gelehriger. Gehe hin, meine Meiſterin, ſchaue Aureliens verweinte Augen, ihr ſchmerzliches Lächeln, und frage ſie um ihren Kummer, ſie wird Fir ſagen,


