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nennt, und die doch nichts ſind als ein Schleier, hinter dem man nur zu oft Laſter und Unſitte ver⸗ birgt!
Nahende Schritte weckten Nordheim aus ſeinen Betrachtungen, und als er ſich umwandte nach dem Kommenden hin, gewahrte er einen Knaben in zier⸗ licher Matroſentracht, deſſen dunkle glühende Augen fragend auf ihn gerichtet waren, und der mit freiem Anſtand und etwas ausländiſchem Accent ihn nach der Lady Landstown fragte.
Da mußt Du Dich an den Portier wenden, mein junger Freund, ſagte Nordheim, im Begriff weiter zu gehen.
Der junge Matroſe faßte heftig ſeine Hand und ſagte flehend: verlaſſen Sie mich nicht, und glauben Sie, wenn das eine ſo leichte Sache wäre durch den Portier zur Lady zu gelangen, würde ich Sie nicht beläſtigen. Dieſer Mann aber wies mich zurück mit dem Bedeuten, daß die Lady keine Matroſen ſpreche. Nehmen Sie ſich meiner an, fuhr er fort, es liegt in ihrem Auge etwas, das mir Zutrauen einflößt, und Zutrauen berechtigt zur Bitte und fordert auf zur Gewährung. Nehmen Sie mein Herr, ſich meiner an und führen mich zur Lady Landstown, die ich ſchon vergeblich in London ſuchte. Man ſagte mir dort in ihrem Hötel, daß ſie hier ſei auf ihrem


