Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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XXIV.

Als die Lady ihn verlaſſen, wandelte Nord⸗ heim, ihrer Rückkehr harrend, ſinnend im Garten auf und ab. Das Schickſal der Lady hatte ihn tief ergriffen, und er ſagte zu ſich ſelber: Welch ein unerforſchter und ſchauervoller Abgrund iſt das Herz des Menſchen, und welche tiefe Jronie liegt in ihm verſenkt und macht, daß das edelſte Gefühl, welches die Liebe iſt, ſich plötzlich wandeln kann in Haß und Verderbniß! So liegt in dem Schönſten das Schlech⸗ teſte begraben, und in der Tugend das Laſter.

Er ſtand ſtill und blickte empor zu den Wolken, die vom Winde gepeitſcht vorübereilten, und ſein Blick ſchien den Geiſt, der über dieſen Wolken thront, zu fragen, warum es alſo ſei und warum das edelſte Geſchöpf zugleich auch das verworfenſte ſei. Dann ſagte er laut: wäre es Wahrheit, was uns die Prie⸗ ſter lehren, Wahrheit, daß da droben ein Weſen throne, erhaben über alles Menſchliche und Irdiſche, ein Weſen, das der Erſchaffer der Welt und des