Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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muß mich entſchädigen für die Entbehrung, die fremde Gegenwart mir auferlegt. Ich meine, Küſſe ſind zu heilig, um ſie durch Oeffentlichkeit zu entweihen. Die Liebe iſt ſchweigſam und auch das Glück!

Aber auch das Unglück: ſagte Nordheim, der ſo eben in die Laube trat, und die letzten Worte vernommen hatte. Doch ſollte ich, ſetzte er nit an⸗ muthiger Verneigung hinzu, meinen Vortheil beſſer wahrnehmen und nicht als Unglücksvogel meine heiſern Mahnungen krächzen.

Wird nicht durch ſolche Mahnungen das Glück*

erſt recht erhalten ſagte Ellinor, und reichte Nord⸗ heim ihre Hand, und ſchützen dieſe nicht vor der Sorgloſigkeit im Glück, die blind in das Verderben hinein rennen läßt?

Wahr, und auch nicht, ſagte Nordheim, den Propheten und Caſſandren iſt ſelten geglaubt worden, und ſo haben ſie ſelten Unglück vermieden. Auch werden ſie ja nur durch das Eintreffen ihrer unglück⸗ lichen Prophezeiungen wirkliche Propheten, und da⸗ her bedeutend, aber durchaus nutzlos.

Sie halten alſo nichts von den Wahrſagern und Zeichendeutern?

Was nützte es dem Cäſar, daß ein Wahrſager

ihn warnte vor dem Gang auf's Capitol, was dem Wallenſtein, daß der Zeichendeuter ihn warnte vor

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