Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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mich kaum deſſen, was geweſen; nur weiß ich, daß die Pferde plötzlich ſich ſcheuten, und wüthend dahin brauſeten; der Kutſcher ward vom Bock geſchleudert, ein Kind, das über die Straße lief, ward überge⸗ fahren; dann das Geſchrei der Menſchen, die dem Wagen nachliefen, die Pferde nicht zu halten ver⸗ mochten! Entſetzlich! Dann verlor ich die Beſin⸗ nung, und weiß nicht, was weiter mit mir geſchehen! Der Wagen brauste hier vorüber, ſagte die Wirthin, und da ſtürzte Herr Nordheim dort hinaus, fiel den Pferden in die Zügel, und rettete Sie ſo! Herr Nordheim! ſagte die Dame, und richtete ihre großen dunklen Augen auf die Männer, deren Gegenwart ſie jetzt erſt bemerkte. Nordheim trat näher, und der Dame Hand an ſeine Lippen drückend,

ſagte er: Ich habe Ihrem Unfall das Glück zu dan⸗

ken, Sie aus demſelben befreien zu können!

Und mich in recht weibiſcher Schwäche ohn⸗ mächtig zu finden! ſagte die Dame lächelnd. Doch, wir Weiber haben einmal das Recht, in Ohnmacht zu fallen, wenn wir uns fürchten, fuhr ſie fort, und ich will mich deshalb nicht weiter entſchuldigen, ſon⸗ dern Ihnen lieber meinen tiefgefühlteſten Dank ſagen für Ihre Hülfe! Sie reichte Nordheim wieder

ihre Hand, und dieſer, mit der ihm eigenen edlen

Anmuth einen Augenblick die Hand an ſeine Bruſt