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ein Grabgeſang. So iſt es auch mit dieſem Liede! Damals waren wir Alle unglücklich und zerriſſen, unſer Schickſal trübe und unentwirrt, waren wir be⸗ fangen in innern und äußern Kämpfen, und jetzt, ja jetzt ſind wir zur Klarheit gelangt und zum Frieden! Ruhig und friedlich ſchlummern die, die geſtorben, inſofern der Tod die ewige Ruhe iſt, und glücklich ſind wir, die wir leben und wachen!
Alle nickten ihm beiſtimmend und freudig zu, und Scherz und ſinnige Fröhlichkeit belebte wieder den heitern Kreis.
Der herrliche Tag lockte ins Freie, und ſie gin⸗ gen hinab in den Park. Wie ſie in heitrem Geſpräch die Allee hinab wandelten, erregte ein in Lumpen gehüllter Menſch, der durch das Gitter blickte, welche den Park von der Landſtraße trennte, die Aufmerk⸗ ſamkeit Ellens, und voll Mitgefühls ſich inniger an Nordheim lehnend, bat ſie leiſe: o ſieh dort den Armen, wie er mit bleichem Antlitz und eingefallenen Wangen flehend zu uns her ſchaut. O, mein Ge⸗ liebter, nie ſollte man mehr der Unglücklichen geden⸗ ten, als im Glück; komm laß uns näher zu ihm gehen und ihm eine Gabe reichen!
MNordheim folgte ihren Blicken, und dann als er den Bettler erblickt, ſagte er leiſe: wie, wäre es möglich! Ich glaube, ich kenne jenen Mann!


