Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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vald erröthend, bald erbleichend in jungfräulichem Zagen und Schämen ruhelos umher irrte, kaum Kraft in ihrer Bruſt zum Athmen, nicht wiſſend, ob ſie weinen oder lachen ſolle, da rang es Aurelia ihrem eignen zermarterten Herzen ab, ruhig zu ſein, ja ſie vermochte es über ſich, zu ſcherzen und zu lachen, und Ellens Unruhe mit ſanftem Scherz zu ſpotten. Ach und doch fühlte ſie ſich ſelber ganz athemlos und todesmatt!——

Endlich, endlich fuhr ein Wagen in den Hof, Aurelia trat zum Fenſter, Ellen hatte nicht die Kraft ihr zu folgen, ſie ſank zurück auf den Divan von dem ſie ſich erheben wollte und fragte tonlos: iſt er's?

Er iſt es! erwiderte Aurelia ernſt und als ſie ſich umwandte war ihr Geſicht geiſterbleich, doch ſagte ſie mit feſter Stimme: laß mich einen Augenblick allein mit ihm, Ellen. Tritt dort in mein Boudoir, ich rufe Dich!

Schon vernahm man im Vorzimmer Nordheims nahende Schritte, Ellen ſtürzte athemlos und bebend ins Byudvir.— Und jetzt öffnete ſich die Thür und Nordheim trat ein; ſtolz und ernſt, bleich und leidend waren ſeine Züge, er begrüßte Aurelia mit ſtummem Gruß und fragte dann, umher blickend im Zimmer: iſt Ellen hier? Sie hat mich gerufen!

Aurelia erwiderte feſt und ernſt ſie iſt hier,