Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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war nun im Zimmer der Wächterin, die ſchnarchend auf ihrem Strohbett lag. Schon hatte Ellinor die entgegengeſetzte Thür, die zu der Hölle führte, faſt erreicht, als das Weib aus ihrem Schlummer auf⸗ fuhr und Ellinor mit wilden Augen anſah, und in ihr völlig unverſtändlichen Worten zu ihr ſprach.

Kocherem Raba! ſagte Ellinor, und zeigte ihr den Topf hin, den ſie trug.

Das Weib murmelte etwas, das Ellinor nicht verſtand, ſank auf ihr Lager zurück, und Ellinor trat nun durch die Pforte in die ſogenannte Hölle.

Sie ſchanderte zurück vor der dumpfen verpeſte⸗ ten Luft, die ihr aus dieſem engen und niedrigen Raum entgegenſchlug, und halb ohnmächtig lehnte ſie ſich zurück an die Wand, mit zitterndem Blick den Raum überfliegend in dem ſie ſich befand, und der von einer trüben Thranlampe matt erhellt, ihr ein Bild zeigte, vor dem ihre Seele erbebte. Auf halb verfaultem Stroh lag in ſchmutzige Lumpen gehüllt, ein Weib, deſſen magere zuſammengeſchrumpfte Glie⸗ der hier und da unter den Lumpen ſichtbar wurden, und mehr einem Gerippe als einem belebten Körper tanzugehören ſchienen. Die entblößten ſchmutzigen Arme, die nur mit ſchrumpflicher Haut überzogene Knochen waren, hatte ſie unter ihren Kopf zurückgelehnt; die iefen in den Höhlen liegenden Augen waren geſchloſſen,