Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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da erſcholl von allen den Schiffen ein tauſendſtim⸗ miges Vivat, da wehte die rnſſiſche Flagge von allen Schiffen, da donnerten die Kanonen und ſchmetterten die Poſaunen drein, und Alles rief und jauchzte: Heil der kaiſerlichen Prinzeſſin! Heil Natolien, der Tochter Eliſabeth's!

Es war ein ſtolzer, ein glückberauſchender Mo⸗ ment, und Natalien's Angen füllten ſich mit Thrä⸗ nen, zitternd und erbebend in ſtolzem Entzücken mußte ſie ſich auf Orlow's Arm lehnen, um nicht zuſammen⸗

zuſinken. Jetzt nur keine Schwäche, ſagte er, und zum erſten Male klang ihr ſeine Stimme hart und rauh. Be⸗

fremdet blickte ſie ihn an es war etwas in ſeinem Geſicht, das ſie nicht verſtand, etwas Wildes, Gehäſſi⸗ ges lag in dieſen Zügen, und er vermied es, ihrem Blicke zu begegnen.

Er ſchaute hinüber zu den Schiffen. Sieh, ſagte er, ſie laſſen das große Boot herunter, Admiral Gluck kommt ſelber, um Dich abzuholen. Und ſieh dieſes Heer der Gondeln, das dem Admiralsbvote folgt! Alle Deine Officiere kommen, Dich zu begrüßen, und wenn Du in ihrem Gefolge hinüber fährſt und dem Atmi⸗ ralsſchiffe Dich nahſt, ſo werden ſie den goldgeſchmückten Lehnſeſſel herablaſſen, um Dich hinaufzuziehen. Das iſt eine Ehre, wie man ſie nur Perſonen von kaiſerlichem Range erzeigt!