— 299—
ſchworenen, und die Euch Alle erwarten als ihre Kai⸗ ſerin.— Willſt Du mir folgen nach Livorno, Natalie?
Sie ſchmiegte ſich mit zärtlicher Demuth an ſeine Bruſt. Ueberall hin werde ich Dir folgen, flüſterte ſie, und wohin Du mich führſt, da wird es für mich ein Paradies ſein!
XXIV. Die ruſſiſche Flotte.
Arglos war ſie ihm gefolgt nach Livorno; voll hinge⸗ bender Zärtlichkeit, voll glühender Liebe war ſie nur bemüht, alle ſeine Wünſche zu erfüllen, und ihm in mer auf's Neue zu beweiſen, wie ſehr ſie ihn liebe 5
Und verdiente er nicht dieſe Liebe? War icht ſtets für ſie voll zarter Aufmerkſamkeit, voll unterwür⸗ figer und zugleich zärtlicher Demuth? Schien es nicht, als ob der Löwe bezwungen, der Herkules gebändigt ſei von ſeiner zarten Omphale, die er anbetete, zu deren Füßen er lag, um in ihre Angen zu ſchauen, und in
ihnen ihre geheimſten Wünſche und Gedanken zu leſen? Sie war nicht nur ſeine Gemahlin, ſie war auch
ſeine Kaiſerin. So nannte er ſie, ſo huldigte er ihr,
und umgab ſie mit dem Glanze einer Kaiſerin!
Das Haus des engliſchen Conſuls Dyk war für
Natalie in einen prachtvollen Kaiſerpalaſt umgewandelt,
4.


