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geſehen, Ihr habt nicht in ſeinem edlen Antlitz ge⸗ leſen, daß Graf Alexis Orlow nimmer ein Verräther ſein kann. Er iſt ein Held, und ein Held erniedrigt ſich nie zu einem Mörder! Ah, und wenn die ganze Welt käme, und wider ihn aufſtände, wenn ſie mit Fingern auf ihn zeigte, und ſchrie: Das iſt ein Mör⸗ der! Ich würde der ganzen Welt in's Antlitz ſchreien: Du lügſt! Alexis Orlow kann kein Mörder ſein! Ich kenne ihn beſſer, und ich weiß, daß er rein iſt von jeder Schuld! Nennt ihn immerhin einen Ver⸗ räther! Ich weiß, weshalb er ſich ſo nennen läßt! Ich kenne das Geheimniß ſeines Thuns, und ein Tag wird kommen, da werdet Ihr Alle es erfahren, da werdet Ihr reuevoll zu ſeinen Füßen niederſin⸗ ten und ſchamvoll bekennen müſſen: Alexis Orlow iſt kein Verräther. Um ihretwillen, der er Treue ge⸗ obt, ertrug er dieſe Schmach, dafür zu gelten! Für ſie, die er liebte, hat er ſein Blut und ſein Leben in die Schanze geſchlagen! Alexis Orlow iſt ein Held! Sie war wunderſchön, während ſie voll Muth und Begeiſterung ſo ſprach. Der Cardinal ſchaute mit Bewunderung in ihr edles, erregtes Ange⸗ ſicht, und eine tiefe Rührung malte ſich in ſeinen Zügen Armes Kind, flüſterte er, und ſenkte ſein Haupt auf ſeine Bruſt. Armes Kind, ſie liebt ihn, und alſo iſt ſie verloren!


