Und es iſt ſpät, fügte Cecil hinzu, gleichſam um ſeinem Herrn zu Hülfe zu kommen.
Der Graf ſtand auf. Ja, Du haſt Recht, es iſt ſpät, ſagte er, und ich darf unſere Natalie nicht länger ihrem Nachtſchlummer entziehen. Komm, mein ſüßes Kind, Du mußt zur Ruhe gehen, Du mußt ſchlafen, damit morgen zu dieſem Feſte Dein Antlitz in blühendſter Friſche ſtrahle.
Natalie antwortete nichts, ſie ſeufzte leiſe und nahm willenlos, wie ein Kind, des Grafen dargereichten Arm.
Cecil, mit dem Windlichte in der Hand, ſchritt ihnen leuchtend voran. So gingen ſie die Allee hinauf, die zu der Villa führte, alle Drei ſchweigend, gedankenvoll. Auch der Garten hatte ſich verfinſtert, eine ſchwarze Wolke bedeckte den Mond und Grabesnacht umhüllte plötzlich Natalien's Zaubergarten.
Ein kalter Schauer durchrieſelte ihre zarte Geſtalt.
Mir wird ſo angſt, flüſterte ſie, indem ſie ſich dich⸗ ter an des Grafen Seite ſchmiegte.
Armes Kind! ſagte der Graf leiſe. Jetzt ſchon fürch⸗ teſt Du, und was denn?
Wenn nun die Mauer einſtürzte und die Welt und die böſen Menſchen in unſern Garten eindrängen! Ach, durch die ganze Welt, ſagt Marianne, ſchleicht das Un⸗ glück bahin, und lauert, wo es Jemand finde, der ſich recht ſicher wähnt, den überfällt es, und tödtet ſein Glück und macht ihn ganz elend; und die Menſchen,
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