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Der Zaubergarten.
Man muß entweder ſehr glücklich oder ſehr unglücklich ſein, um die Einſamkeit zu lieben, um an ihre ſchweig⸗ ſame Bruſt ſich zu lehnen, und die Menſchen fliehend, in den Armen der Einſamkeit das zu ſuchen, was bei den Menſchen ſich ſo ſelten finden läßt, Ruhe für das Glück, oder Troſt für den Schmerz!— Den Glücklichen bereitet die Einſomkeit die köſtlichſten Feſte, denn ſie er⸗ laubt ihnen, in genußvoller Hingabe zu ruhen in ſich ſelber, ſich ſelber auszuathmen, ſeiner ſelbſt ſich ganz
theilhaftig zu werden! Aber auch den Unglücklichen be⸗ reitet ſie Feſte,— Feſte der Erinnerung, des Zurück⸗ lebens in die Vergangenheit, des Scheingenuſſes dieſer
längſt vergangenen Wonnen, deren Verſchwinden eben
den Schmerz erzeugte!— Für die Kinder der Welt,
für die Strebenden, Genußſüchtigen, für die Ehrgeizigen und Weltluſtigen, für dieſe iſt die Einſamkeit nicht! Nur für die Glücklichen, für die Schmerzbeladenen, und auch für die Unſchuldigen, die noch nichts wiſſen von der
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