Teil eines Werkes 
9. Theil, Rebekka : 2. Band (1860)
Entstehung
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Fort und fort in lieblicher Weiſe erklangen die Töne des Waldhorns, fort und fort rauſchte der Wald und murmelte der Quell, Maria aber in ſeligem Schweigen ſenkte das Haupt auf ihre Bruſt. Margaretha und Robert ſtanden tief er⸗ ſchüttert nebeneinander, und Maria, die ſie in der Einfalt und Güte ihres Herzens innig zu lie⸗ ben ſich gedrungen fühlten, erſchien ihnen jetzt ſo heilig durch die Schmerzen, die ſie erduldet, und ſo verehrungswürdig durch die Thränen, die ſie geweint.

Als die rauſchenden Wogen des Gefühls ſich gemildert und zu jener Spiegelglätte ſich geebnet hatten, in denen um ſo reiner der heitere Himmel wiederſpiegelt, ſaßen die Drei in traulichem Ge⸗ ſpräche nebeneinander im Zimmer, das die Aus⸗ ſicht auf den Garten darbot, und Maria erzählte ihnen von der Reiſe, die ſie habe unternehmen wollen, und wie ſie dem Himmel danke, daß ſie hier gerade erkrankt ſei, und nimmer mehr von hier fort möge aus dieſer Einſamkeit und Stille, wenn ſie freundlich geduldet würde in dieſem friedlichen Kreiſe.

Robert reichte ihr mit Blicken voll väterlicher Zärtlichkeit die Hand hin.Bleibe bei uns, fagte er,und wir wollen Dich lieben, wie un⸗ ſere Tochter.

Ja, bleibe bei uns, Tochter, bat auch Mar⸗

garetha, und ſie ſanft unſchlingend fragte ſie:

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