— 11—
Ihnen verborgen.
„Sprechen Sie denn,“ ſagte Böſenberg, rückte näher zu Rebekka hin, und legte einen Arm um ihre Geſtalt,„betrachten Sie mich als Ihren be⸗ ſten Freund und ſprechen Sie
„Es bedrückt und ängſtigt mich,“ ſagte Re⸗ bekka ſchüchtern,„daß ich reich bin, während Chriſtus doch den Armen allein das Himmelreich verkündet hat, und Sie wiſſen, mein Vater, dieſes zu erlangen iſt der heißeſte und einzigſte Wunſch meines Lebens. Ich bin daher entſchloſſen arm zu werden, den Armen meine Habe zu geben, und mein Leben der Beſchauung und Andacht zu weihen.“
Ein ſpöttiſches Lächeln zuckte um Böſenberg's Lippen, als Rebekka ſo ſprach; es verſchwand aber ſchnell, und als das junge Mädchen jetzt ſchüchtern zu ihm aufblickte, waren ſeine Augen ſchon wieder himmelwärts gerichtet. Mit feierlichem Tone ſagte er:„ich ſehe, Maria, meine Lehre und mein Ei⸗ fer iſt nicht umſonſt geweſen, ich habe an Ihnen eine würdige Dienerin des Herrn erzogen. Der Name des Herrn ſei gelobt.“
„Sie billigen alſo meinen Entſchluß?“ fragte Rebekka freudig und zog des Prieſters Hand an ihre Lippen. S
„Nicht ſo, nicht ſo, Maria,“ ſagte er, und plötzlich ſie umſchlingend, drückte er einen Kuß
Berather, und keiner meiner Gedanken iſt vor
„


