Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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wärts auf den Divan, zog mit Blitzesſchnelle den Dolch hervor und ſetzte ihn auf Robert's Hals⸗ Wage es nicht, Dich zu rühren, ziſchelte ſie ingrimmig, die kleinſte Bewegung, und ich ſtoße den Dolch durch Deinen lügneriſchen Hals. Wiſſe, Abel war bei mir, und hat Alles mir verrathen!

Er fühlte die Spitze der ſcharfen Waffe an ſeinem Halſe, und als er den grimmigen Blick, mit dem ſie ihn anſtarrte, gewahrte, fühlte er, daß ihre Worte keine leere Drohung waren, und ſchwieg.

Lügner und Verräther, ſagte Rebekka,Du biſt in meine Hand gegeben, Dein Blut iſt mein, Dein Leben ruht auf der Spitze meines Dolches. Schändlicher, der Du mit meinem Herzen ſpielteſt, der Du mit Deinen mörderiſchen Händen in meine Seele griffſt, undalle Fibern meines Lebens er⸗ zittern machteſt! Du ſahſt, daß ich Dich liebte, Du wußteſt, daß ich Dir glaubte, und Deine niedrige Seele hohnlachte meiner Liebe. Fluch über Dich, Betrüger.

Rebekka, ſtöhnte er, aber bei der Be⸗ wegung des Sprechens fühlte er, wie der Dolch, den Rebekka unverrückt an ſeinen Hals gepreßt, ihn verwundete.

Schweig, befahl ſie,wenn Dein Blut nicht vor der Zeit fließen ſoll. Warum handelteſt Du

ſo an mir, Ungeheuer? Warum mußteſt Du mein