die Luft geſchwängert iſt mit den Flüchen und Kla⸗ gen der armen Bedrückten, mit dem Lachen der Verzweiflung und dem Hohn der gegen alle Schläge des Schickſals Verhärteten, wo nur der Klang von Zahlen gehört wird, und keine Freude —iſt, als die an Chriſten ausgeübten Betrügereien. Hätte Jakob ſich entſchließen können, ſeinen Kaf⸗ tan mit einem gewöhnlichen Rocke zu vertauſchen, ſeinen Bart zu beſchneiden, und ſich ſo zu der Klaſſe, die man in Krakau mit dem Namen„ci⸗ viliſirter Juden“ belegt, bekennen, ſo wäre es ihm erlaubt geweſen, in dem ſchöneren Viertel der Stadt zu wohnen, und einen großen Theil der Schmach und Verachtungen, die auf dem Juden haften, von ſich abzuwälzen. Jakob aber haßte die Chriſten, und wenn er hinabging auf die Straße, und ſich unter die Glaubensgenoſſen miſchte, und ſah, wie ſie unter Bedrückung und Noth ihr kum⸗ mervolles Leben verſeufzten, ſo ſchwebten Flüche gegen die Chriſten auf ſeinen Lippen, und immer aufs neue gelobte er ſich, ſein Kind fern zu hal⸗ ten von dieſer verhaßten Gemeinſchaft. Aber auch vor dem Haſſe wollte er ſeine Rebekka bewahren, er wollte ihre Seele rein erhalten von jedem lei⸗ denſchaftlichen Empfinden, er wollte ihrem Herzen den Glauben bewahren, die Welt ſei wirklich ſo ſchön und ſo rein, als ſie in ihrem Sehnen nach der Welt es ſich träumte, und darum vermied er aufs ſtrengſte, ſie mit irgend Jemand verkehren zu
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