Bewohnerin. Zetzt richtete ſie das Haupt auf,
zu Gegenſtand, ihr Buſen hob ſich ſtürmiſch, die Thränen rannen noch immer über ihr ſchönes bleiches Angeſicht und wie um ſich ſelbſt vor dem lauten Aufſchrei zu bewahren, hatte ſie die Lippen feſt aufeinander gepreßt. Dann ſprang ſie, von ei⸗ nem innern Entſchluß gekräftigt, ſchnell empor, uund haſtig die Augen trocknend, ſagte ſie feſt:
„ich will nicht! Das werde ich meinem Vater ſagen!“
Kräftig ſchritt ſie zur Thüre, öffnete dieſe, und einen langen Gang überſchreitend, klopfte ſie dort an eine Pforte. Eine männliche Stimme ant⸗ wortete ihr: herein! und Rebekka trat in das Gemach ihres Vaters. Der Greis, in den Kaf⸗ tan gehüllt, mit dem langen weißen Barte, ſaß in ſeinem Lehnſtuhl, und von dem Talmud, in dem er geleſen, das Auge aufſchlagend, fragte er freundlich:„Was führt Dich zu mir, mein Kind?“ 3
Rebekka aber e vor ihm nieder, und das Haupt an ſeinen Kuien verbergend, ſchluchzte ſie: „Vater, ich kann Abel meine Hand nicht geben!“ Und warum nicht?“ fragte der Greis.
holte ſie.„Weil ich ihn nicht liebe.“
ihre dunklen Augen irrten wild von Gegenſtand
Rebekka blickte auf.„Warn nicht?“ wieder⸗
Verwundert betrachtete ſie ihr Vater, dann murmelte er wie zu ſich ſelber:„Eſther, mein


