Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Zuerſt nun ſchrieb Räköczy ſeinen Brief an den Kaiſer, er ſchrieb ihn mit ruhigem, gefaßtem Sinn, aber mit dem Blute ſeines Herzens, er ſchrieb ihn mit Demuth und Ergebung, aber doch mitedler, ſelbſt⸗ bewußter Würde.

Daher kam's, daß dieſer Brief dem Grafen Palffy nicht gefiel. Er fand, daß darin zu wenig die demuths⸗ volle Stylform, mit der ein Unterthan an ſeinen Kai⸗ ſer zu ſchreiben habe, beobachtet ſei, daß das Schreiben überhaupt auf demüthigere Weiſe die bedingungsloſe Unterwerfung Räkéczy's ausſprechen, und daß der Fürſt reumüthig ſich als Rebell um die Gnade des Kö⸗ nigs bewerben müſſe. Auch ſei es ungeziemend, daß Räköczy die Bedingung geſtellt, es ſollten den Konfö⸗ derirten die Wiedereinſetzung in ihre Güter und Wür⸗ den zugeſichert werden. Das müſſe der Gnade des Kai⸗ ſers überlaſſen bleiben.

Räköczy erklärte ſich ſogleich bereit, zu ändern was er in der Stylform gefehlt, dagegen lehnte er es ganz entſchieden ab, ſich ſelber als einen reumüthigen Re⸗ bellen darzuſtellen, und zu verzichten auf die Wieder⸗ einſetzung der Konföderirten in ihre Würden und Güter.

Der beherzte, rechtſchaffene Mann, ſagte er zu Palffy,der beherzte, rechtſchaffene Mann muß ſeine Seele Gott, ſein Blut und Leben ſeinem Vaterland,