Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ſchulden, und nur zu oft ward das trotzige, übermüthige und autokratiſche Benehmen des Grafen Bereſényi auch als der Ausfluß der Geſinnung Räköczy's be⸗ trachtet. Das ſchwächte die Liebe, die das Volk zu ihm gehegt, das untergrub das Vertrauen der Magnaten, vund das war die Schuld, daß es ſeinen Feinden gelang, gar Viele glauben zu machen, es ſtrebe Räköczy nach unumſchränkter Gewalt, und ſobald er es vermöge, werde er die Landesgeſetze ſelbſt vernichten.

Doch noch war dies Mißtrauen erſt im Entſtehen, und das Jahr 1707 brachte dem Fürſten zwei hohe Triumphe, zwei Ehrentage. Noch einmal ernannte ihn Siebenbürgen zu ſeinem Fürſten, erklärte jenen frühern Widerruf für einen erzwungenen und ließ durch ſeine Deputirten den Fürſten anflehen nach Siebenbür⸗ gen zu kommen, und den Huldigungseid der Stände zu empfangen. Räköczy that es, und im Mai des Jahres 1707 ward er öffentlich im feierlichen Pomp zum Fürſten von Siebenbürgen erwählt, ſchwuren ihm die Stände Treue und Gehorſam.

Dann kehrte er zurück nach Ungarn, und eilte nach Onod, wo die ungariſchen Stände ſich verſammelt hat⸗ ten, und no am neunten Juni die Stände feierlich au ewige Zeitin Ungarn unabhängig erklärten von de⸗ öſterreichiſchen Herrſchaft, den Kaiſer Joſeph als König