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Toilettentiſch, mit allen Erforderniſſen für die Toi⸗ lette, daneben ein großer venetianiſcher Spiegel, wei⸗ terhin ein bequemer Divan, aber auf alles dieſes achtete der Knabe nicht. Er ſah nur, daß dieſes zweite Gemach gar keine Thür, gar keinen Ausgang hatte, und als er dies geſehen, ſprang er zum Fenſter hin, und ſtieß es auf. Aber hinter dieſem Fenſter befand ſich ein feines, künſtlich geflochtenes Drahtgitter, das ihm jedes Hinausſchauen unmöhlich machte. Franz ſtieß einen Schrei aus und ſprang mit blitzenden Au⸗ gen wieder zurück in das Wohnzimmer, zu den Fen⸗ ſtern hin, die von den rothen, ſchweren Seidengardinen faſt ganz überdeckt waren,— auch hier dasſelbe Hin⸗ derniß, auch hier die feinen Drahtgitter hinter den Glasſcheiben.
„Gefangen, ich bin gefangen!“ murmelte der Knabe in ſich hinein, und wie betäubt ſank er auf den Stuhl nieder, der in der Fenſterniſche ſtand.—
Stunde nach Stunde verging und der Kardinal Kolonies kehrte nicht zurück. Aber endlich doch ward die Thür geöffnet, und ein elegant gekleideter junger
ann trat ein, der ſich ſelber als den Kammerdiener des jungen Fürſten darſtellte, und um die Erlaubniß bat das Souper ſerviren zu dürfen.
Franz Ralöczy antwortete nur mit einem leichten


